Geschichte der St. Pauli-Kirche


31. Mai 1889
- Grundsteinlegung für die "St.Pauli-Kirche" auf dem "Kirchbauplatz am Königsbrücker Platz", einem von der Stadt an die Gemeinde gestifteten Grundstück.

4. Februar 1891 - Die dreischiffige Hallenkirche mit ca. 1000 Sitzplätzen und einer Turmhöhe von 78 Metern wird geweiht. Der Kostenaufwand betrug 285.000 Mark.

1917 - Verlust der 3 Kirchglocken (Glockenbronze für Granatenringe des 1. Weltkrieges)

10. Juli 1921 - Drei neue Bronzeglocken werden geweiht. (Glockenguß: Firma Pietzel, Industriegelände. Von den 3 Glocken blieb im 2. Weltkrieg nur die kleine Glocke erhalten - als Signalglocke bei Sirenenausfall gedacht - die heute wieder regelmäßig läutet.)

16. Januar 1945 - 1. Luftangriff. Es entstanden Bombenschäden am Turm und am Dach über dem Kirchenschiff

2. März 1945 - 2. Luftangriff. Es wurden weitere Teile der Kirche zerstört. Die benachbarten Kasernen blieben unzerstört.

1965 - 1969 - Enttrümmerung, Sicherungs- und Teilsanierungsarbeiten durch die Mitglieder der Pauli- Kirchgemeinde im Rahmen des Nationales Aufbauwerk (NAW) bzw. der Volkswirtschaftlichen Masseninitiative (VMI). Die Arbeiten fanden freiwillig und unentgeltlich am Samstagnachmittag statt.

Frühjahr 1996 - es wird begonnen, die Kirche zu sichern und das Innen- und Außengelände zu enttrümmern und zu sichern.

19. Juli 1996 - Zwischen dem Eigentümer (die "St.Pauli-Kirchgemeinde") und der STESAD GmbH wird ein Erbbaurechtsvertrag über 50 Jahre abgeschlossen.

2. März 1997 - Gedenkfeier und Öffnung der Ruine der "St.Pauli-Kirche" als Kultur- und Begegnungsstätte.




Gründung des Vereines

Mai 1999 - Gründung des "TheaterRuine St. Pauli e.V." und Abschluß eines Betreibervertrages.

2000 - Die Theaterruine hatte mit 80 Veranstaltungen und ca. 6 000 Besuchern ihre zweite Spielzeit.

ab 2001 - Die Ruine mit ihrem einzigartigen Ambiente hat sich seither als Dresdens Sommertheater entwickelt.
Von Mai bis September ist der Veranstaltungsort Bühne für über 100 Theateraufführungen, Konzerte und weitere Veranstaltungen mit besinnlich und vorallem kommunikativen Charakter.

2005 - Nach dem Absturz eines Teiles des Turmgesimses wurde die Spielstätte bau-polizeilich gesperrt.

2005 - Durch Stadtratsbeschluss werden kurzfristig Mittel zur Verfügung gestellt. Die notwendigen Sicherungsarbeiten dauern bis Juni 2006.

2006 - Im Juni wird die achte Spielsaison der St. Pauli Ruine eröffnet.